Wie läuft eine Logogestaltung ab?

Das Logo für lilana design...

 

 Nachdem ich vor einiger Zeit einen Blogbeitrag geschrieben hatte über die Entstehung meines Logos (hier), hatte sich die liebe Nadine von lilana design bei mir gemeldet.

 

Sie wollte gern ein Logo, das mehr zu ihr passt und ihre Liebe zum Nähen wiedergibt.

Solche Aufträge liebe ich, da kann ich mich richtig kreativ ausleben! :)

 

Zuerst gibt es also für meine Kunden eine kleine Liste mit Fragen.

 

Wie zum Beispiel:

 

- Leistungen, Schwerpunkte der Leistungen

- Vorteile gegenüber der Mitbewerber

- Größe der Firma, Struktur der Firma

- Derzeitiges Image der Firma/ Wunschimage

- Preislage der Produkte/Leistungen

 

..... und einige mehr.

 

So kann ich mir ein Bild machen über das Unternehmen und dementsprechend das Logo entwerfen.

Nadines Zielgruppe sind Menschen, die Unikate lieben. Die auf selbstgemachtes Wert legen und ihre Liebe zum Detail teilen.

Die Farben sollten Weiß/Rosa/Mint sein, also was Zartes.

Wie gesagt, ihr war wichtig, dass das Logo ihre Leidenschaft am Nähen wiederspiegelt, ebenso eine Klare aber dennoch verspielte Struktur aufweist. Dezent, nicht aufdringlich aber trotzdem auffällig sollte es sein und Menschen mit Babys und kleinen Kindern ansprechen.

Ihre abschließenden Worte:

"Tob dich aus und lass dir was Schönes einfallen, ich vertraue dir da voll und ganz."

 

Hach, bei solchen Worten lacht mein Herz ^_^

 

 

 

Gesagt, getan, getobt! 4 Vorschläge sind es geworden statt den 3, die im Angebot enthalten waren, weil ich mich nicht entscheiden konnte :)

 

 

Logovorschläge, Logodesign, Nähen

 

Die gewählten Schriften sind alle kindlich gehalten, um Mütter mit Babys und kleineren Kindern anzusprechen.

Die Leidenschaft zum Nähen habe ich mit den Herzen zum Ausdruck gebracht, bei A, dem Faden der Nähmaschine, der sich zum Herz dreht, so wie bei B mit dem Herz-Aufnäher, bei C mit dem Faden un der Nähnadel oder bei D "handmade with <3"

Ich habe in allen Vorschlägen das Thema "Nähen" eingebracht, mit der Nähmaschine, dem Nadelkissen, dem Aunäher oder dem Knopf.

Die Farben habe ich pastellig gehalten, passend wieder zur Zielgruppe.

Ja so richtig schön "mädchenmäßig", wie ich es liebe!

 

Schriftvorschläge Logodesign

 

 

Voller Erwartung habe ich ihr dann die Vorschläge gemailt - in einer schicken PDF mit einigen Schriftbeispielen, die ich noch rausgesucht habe.

Die Antwort kam unterwartet schnell!

"Ahhh....Julia .... du bist toll... ich habe mich direkt in "D" verliebt ...es ist perfekt!"

Das ging natürlich runter wie Öl! Hat mich sehr gefreut, dass ich genau ihren Geschmack getroffen habe!

 

Nachdem wir uns also auf das Logo festgelegt hatten, habe ich ich das Layout für Facebook gemacht. Wieder 3 Vorschläge:

 

Vorschlag 1

Facebook Titelbild Gestaltung 1

 

Vorschlag 2

Facebook Titelbild Gestaltung 2

 

Vorschlag 3

Facebook Titelbild Gestaltung 3

Vorschlag 3 ist es geworden :)

 


 

Sobald dann alles steht, gibt es eine Zusammenfassung mit allen Daten, sprich das Logo, die verschiedenen Farben und die Schriftarten. So dass Nadine alles zusammen hat, falls sie mal irgendetwas damit anstellen möchte, z.B. Werbung auf dem Auto. Dann weiß der Werbetechniker direkt, welche Folienfarben er verwenden muss.

So, und nachdem ich so viel über ihr Logo erzählt habe, möchte ich euch Nadine von lilana design natürlich vorstellen!

Wir haben ein kleines Interview geführt:

 

lilana design - handmade with love - Wer ist das überhaupt?                                                                  

Hinter dem Label lilana design stecke ich, Nadine, 30 Jahre, verheiratet und zusammen mit unseren
Töchtern 5 1/2 und 9 Jahre und unserem Hund leben wir im tiefstem NRW in einem 2-Familien-Haus mit Garten.
Vor lilana design war ich lange Zeit absolute Vollzeit-Mama und Hausfrau.
Zu dieser Zeit habe ich mich bereits viel mit Handarbeiten beschäftigt, ob Basteln, Häkeln, Stricken
oder was auch immer dieser Art - mir liegt dies einfach und macht unheimlich viel Spaß, ich denke
diese tolle Eigenschaft habe ich von meiner Mutter geerbt.

 

Wie bist du zum Nähen gekommen?

 

Im Sommer 2014 habe ich die Leidenschaft zum Nähen für mich entdeckt - wieso, weshalb, warum - weiß ich gerade selbst nicht mehr so genau --ich wollte Sachen für meine Kinder, die einfach nicht jeder hat! Angefangen mit einer handelsüblichen Nähmaschine, irgendwelchen Stoffen und eigentlich keine Ahnung von nichts, also absolut hobbymäßig.
Mein erstes Werk war eine Leggings für meine Tochter ---HILFE--- wie lange ich daran gesessen habe :D

Einen ganzen Tag und sie sah schrecklich aus! ...aus heutiger Sicht natürlich :)

 

Erzähl doch mal was über die Anfangsphase deiner Nähkarriere!

 

Neugier, Inspirationen, der Drang nach Perfektion und tollen Sachen haben mich am Ball bleiben lassen.
Relativ schnell habe ich wirklich sehenswerte Sachen genäht und mir immer mehr Techniken und mehr Wissen angeeignet.
In meiner ersten Probenäh-Gruppe bei Facebook im Team von (www.mamahoch2.de), wurde mir
schnell dazu geraten, aufgrund meiner schnellen Aneignung und Ergebnissen mir einen Blog/Seite zuzulegen - gesagt getan! :)

 

Wie bist du zu dem Namen deines Labels gekommen?

 

Eine Seite ist schnell erstellt, aber diese braucht natürlich auch einen Namen.

Schnell war ich mir sicher, dass mein Label die Namen meiner Kinder und mir besitzen soll:

Li/sa,La/ra,Na/dine= lilana.
Das "design" habe ich noch hinten angehangen, weil es einfach super klang und perfekt passte.

 

Wie und warum bist du zu mir gekommen?

 

Im Oktober 2015 habe stolz meine 1000 Likes auf Facebook erreicht.

Somit war mir klar, dass ich definitiv ein für mich passendes professionelles Logo brauche,

welches mich und meine Arbeit perfekt widerspiegelt und mir einen Wiederkennungswert gibt.
Es sollte relativ schlicht sein, nicht zu bunt, nicht zu aufgesetzt und schon gar nicht
"irgendwie dahin gewerkelt" wirken.
Es sollte meine Leidenschaft, Liebe und Kreativität zur Herstellung von Baby/Kinderkleidung
widerspiegeln können.
So bin ich irgendwann auf deine Seite  gestoßen - wir kennen uns ja bereits aus Teenagerzeiten :)
Deine Arbeit und Talent zur Fotografie haben mich sofort fasziniert - du weißt was du tust und verfolgst
für dich eine klare Linie. Ich liebe deine Art wie du fotografierst!
Somit konnte das Logo nur perfekt werden. Ich habe dir vollstens vertraut und relativ freien Lauf
gelassen und du hast mich keineswegs enttäuscht - es ist perfekt geworden und ist genau das was
ich mir vorgestellt habe, ich bin unendlich dankbar dafür.

 

Vom Hobby zum Beruf...?

 

Anfang des Jahres 2015 habe ich dann den Schritt vom Hobby in die Selbstständigkeit gewagt.

Die Nachfrage an meinen Werken war absolut großartig, worüber ich mich riesig freue und natürlich
auch sehr stolz bin.
Mittlerweile habe ich mich auf Babykleidung spezialisiert, ob schlicht, bunt, verspielt, verziert ,aufwendig appliziert...es muss einfach mich widerspiegeln, mein Können, meine Kreativität, meine Leidenschaft!

 

Dein Kreativitätsbereich!

 

All dies geschieht in meinem Reich auf gut 35m², zwischen Stoffregalen, Fotoecke, Büro und
Nähtisch in dem ich absolut kreativ und frei sein kann.
Ich verarbeite meine Materialien mittlerweile mit einer leistungsstärkeren computergesteuerten
Näh/Stickkombi und einer Overlock-Maschine.
Ebenso in meinem Besitz ist ein Schneideplotter.
mit der Zeit hat sich meine Auswahl an Stoffen, Materialien und was man so alles braucht enorm
erweitert- ausgesuchte Stoff/Materialqualitäten sind mir besonders wichtig geworden.
Ich liebe es einfach, es ist eine absolute Leidenschaft geworden Unikate an meinen Kindern zu
sehen, die keiner hat und die es nicht mal eben von der Stange zu kaufen gibt.
Umso glücklicher macht es mich, dass sich bereits jede Menge Kunden an meinen Sachen erfreuen
können.
Ohne diese würde es lilana design gar nicht geben, nochmal ein großes Dankeschön an euch!

 

(An dieser Stelle auch nochmal von mir - Julia - ein Dankeschön an dich Nadine für die lieben Worte!!!)

Und zu Guter letzt, hier könnt ihr euch von Nadines Arbeit und Können überzeugen und Artikel erwerben:



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Werbung auf dem Auto

Lange lange war das schon geplant, endlich habe ich es geschafft! Vor ungefähr einem Jahr habe ich mir einen Kia Ceed Kombi gekauft (Kombi - allerbeste Entscheidung!) und wollte diesen mit meiner Werbung bekleben lassen. Und da ich ja gelernte Werbetechnikerin mit dem Schwerpunkt Gestaltung bin, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, wenigstens den Entwurf selber zu machen! Und ich glaube, da ich in diesen Dingen eine Perfektionistin bin und mir das zu 100% gefallen muss, sonst kann ich nicht damit leben, hätte mich wahrscheinlich auch kein "Fremd-Entwurf" glücklich gemacht.

Da von Anfang an klar war, dass die Werbung pink wird, habe ich mir ein schwarzes Auto gekauft. Pink und schwarz find ich zusammen - perfekt! Stellt euch mal blau und pink vor...oder silber und pink...neee.

Da wäre mir nur eine vollflächige Folierung geblieben :-D

Anfang des Jahres habe ich die ersten Entwürfe angefangen, alle waren so lala, haben mir nicht so richtig zugesagt. Zwischenzeitlich  hatte ich dann so viel zu tun, dass das auf meiner To-do-Liste wieder ganz nach unten gerutscht ist.

Jetzt kurz vor unserer Schottland-Tour habe ich mir in den Kopf gesetzt, dass das fertig werden soll.

Ich mich also krank, den A**** voll zu tun, noch nebenbei hingesetzt und den Entwurf gemacht. Und ja was soll ich sagen, wo ich vorher so lange rumprobiert habe, hat es mir jetzt auf Anhieb gefallen!

 

Macht den Wagen sportlicher und schnittiger wie ich finde :)

 

Die Scheiben habe ich auch direkt tönen lassen. Jetzt kann man da wengistens nicht mehr so direkt reinschauen. Seitdem mir beim Gassi gehen an einem Feldweg die Scheibe eingeschlagen und die Tasche, samt Nav, Jacke und allem drum und dran geklaut wurde, bin ich sehr sehr vorsichtig geworden.

Jetzt mit der Werbung drauf habe ich natürlich Angst, dass jemand meint ich habe da meine Ausrüstung drin und erst recht die Scheibe einschlägt. Aber gut, ist ja versichert, und die Kamera eh nie im Auto!

 

Bekleben lassen habe ich das bei dem Folierer meines Vertrauens, mit dem war ich nämlich früher in der Berufsschule in einer Klasse. Der hat nun seine eigene ziemlich gut laufende Firma und macht einen mega guten Job!

Falls jemand sein Auto foliert haben möchte:  Ich mache euch gerne den Entwurf, das Kleben machen die Profis von SL Premium, die Jungs sind super!


Ich bin gestern losgezogen um das Auto zu waschen, (es muss ja für die Fotos ordentlich aussehen), bin durch Ascheberg gegondelt und habe partout kein Plätzchen gefunden das geeignet wäre das Auto zu fotografieren. Ich wollte eigentlich irgendetwas mit Industrie haben, oder eine Graffiti-Wand, Aber was soll ich sagen, wir sind hier halt auf dem Land :D

Dann kam ich an dieser kleinen Unterführung vorbei, damit musste ich mich dann begügnen, war aber ganz okay :) 

Ganz fix die Fotos gemacht, es kam nämlich immer wieder Gegenverkehr und die Sonne ging so langsam unter.


So, hier seht ihr das Juli-Mobil:

Ist Werbung auf dem Auto sinnvoll?

Ja definitiv! Ich würde es jedem Selbstständigen empfehlen!

 

Sehen und gesehen werden,  darum geht es! Was ist besser als lokale Werbung? Die Leute sehen eurer Auto, vor allem wenn es sehr auffällig ist, und erinnern sich an euch. Bei Aldi auf dem Parkplatz- "ach guck mal, die Fotografin"...

Immer und immer wieder sehen die Leute das Auto, und wenn dann mal irgendwann Bedarf ist, erinnern sich die Leute, ach Moment, hier in der Stadt gibt es doch die Fotografin...

 

Wenn von lokaler Werbung die Rede ist und eine Firma die Zielgruppe nicht nur im Internet, sondern auch im regionalen Raum erreichen möchte, ist das perfekt. Während Schaufensterwerbung und Plakate in den Innenstädten nur einen kleinen Teil der Zielgruppe erreichen, bewegt sich ein Auto ständig und man kann es quasi mit einer fahrenden Litfaßsäule vergleichen.

 

Es ist super Werbung für ein sehr kleines Budget! Was heißt klein - zwischen 500 - 2000 € kostet es schon, aber es ist ein einmaliger Kostenpunkt.

Was sollte man beachten bei einer Werbefolierung des Autos?

Falls ihr den Entwurf für eure Fahrzeugbeschriftung selber machen möchtet, hier habe ich ein paar Tipps für euch!

 

1. Auf (Heck-)Scheiben immer helle Folien, am besten Weiß, nehmen! Denn Scheiben wirken von außen (wo die potenziellen Kunden stehen) immer dunkler. Liegt natürlich daran, dass im Auto weniger Licht ist :)

Dunkelblau oder gar Schwarz kann man dann auf der Scheibe überhaupt nicht sehen.

 

2. Achtet auf Sicken und Kanten! Falls ihr kleine Schriften habt, achtet darauf, dass diese nicht über die Türsicke läuft, denn dann fehlt euch hinterher ein Buchstabe, der verschwindet in der Ritze. Falls nicht vermeidbar, setzt das so, dass genau der Freiraum zwischen den beiden Buchstaben in der Ritze sitzt, dann verliert ihr keinen Buchstaben.

 

3. Falls möglich, die Rundungen des Wagens mit in den Entwurf "einbauen", Linien aufnehmen, fortführen...ich denke ihr wisst was ich meine.

 

4. So wenig Text wie möglich! Kurz und bündig. Meine eigene Heckscheibe ist schon  hart an der Grenze :-D Im Vorbeifahren soll jedem klar sein worum es geht und es soll nicht überladen wirken. Ich habe die große Kamera auf dem Auto, damit jedem klar ist um was es geht, auch ohne die Texte zu lesen. Die Internetseite ist danach am wichtigsten, denn wenn Leute sich für dich oder dein Produkt interessieren, werden sie zuerst auf der Internetseite nachschauen. Kontaktdaten sind zweitrangig, eben weil man diese auf der Internetseite findet, daher bei mir nur auf dem Heck zu sehen.

Einen QR-Code kann man drauf machen, muss man aber nicht. Ich finde QR-Codes sehr praktisch, aber mir hat es optisch nicht gefallen. Ist so ein quadratischer Klotz.

 

5. Kein Schriften-Wirrwarr! Nehmt am besten nicht mehr als 2 Schriften. Und am besten natürlich die, die auch in eurem Logo vorhanden sind.

 

6. Traut euch was! Knallige Farben und/oder sehr große Motive! Es fahren Millionen beschriftete Autos durch die Gegend, aber keins davon fällt richtig auf. Die Beschriftungen sehen lieblos aus. Schriften, die nicht zusammen passen, oder viel zu viel Schrift und nichts was richtig ins Auge sticht. In Oer-Erkenschwick fährt ein Firmenwagen von einem Schreiner, da ist ein riesiger Holzspan auf dem Auto, da weiß jeder worum es geht und es fällt sofort auf. Oder die Pillentaxis, die kennt jeder! Mega auffällig mit der riesen Pille oben drauf!

 

7. Zahlt lieber ein wenig mehr und geht zum Profi, denn das macht sich bezahlt. Gerade bei der Folierung von Fahrzeugen benötigt man eine spezielle Folie und Erfahrung.


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Mein Logo

Was viele ja nicht wissen, ich bin nicht nur Fotografin, ich bin auch gelernte Werbetechnikerin mit dem Schwerpunkt Grafikdesign.

Ich habe 8 Jahre in einer großen Werbetechnikfirma gearbeitet, die in ganz Deutschland unterwegs ist und die Außenwerbeanlagen für große Brauereien wie Inbev (Hasseröder, Becks etc.), Krombacher, Radeberger usw. fertigt und montiert.

Meine Aufgabe war es, diese Außenwerbung zu entwerfen, auch mal für Restaurants, Diskotheken und ähnliches.

Aber dazu erzähl ich auch noch mal ein wenig mehr!

Jetzt wollte ich euch mal erzählen, wie ich mein Logo entworfen habe und was ich mir dabei gedacht habe!

 

Die Farbe

 

Typisch Mädchen wusste ich, dass ich Pink im Logo haben muss...so habe diese zu meiner Hausfarbe gemacht.

"Hausfarbe" heißt, dass die eine Farbe (oder auch mehrere) immer und überall wieder auftaucht, man soll die Farbe sehen und das direkt mit euch in Verbindung bringen. Wie ein "pinker Faden" zieht sich also die Farbe durch meine Visitenkarten, Flyer, Aufkleber, sogar mein Mousepad ist pink :) 

Pink ist einfach so ein Mädchending, und da meine Fotos meist sinnlich sind, in pastelligen Farben möchte ich natürlich auch in erster Linie die weibliche Fraktion ansprechen.

Zu 80% sind es ja auch die Frauen, die schöne Fotos möchten und den Freund dazu überreden, doch endlich mal

tolle Pärchenfotos zu machen. Also spreche ich schon mal die richtige Zielgruppe an.

 

(Mein Freund sagt mir übrigens sehr oft, dass ich so gar nicht "mädchenmäßig" bin...aber in der Farbwahl dann anscheinend doch... :-D )

 

Wenn die pinken Visitenkarten irgendwo ausliegen, fallen die  ins Auge. Ich habe meine Karten beispielsweise  bei "Mehmet" in meiner Heimatstadt Oer-Erkenschwick liegen (der übrigens den besten Döner der Welt macht!), und wenn die Leute dann auf ihren Döner warten und so durch die Gegend gucken, bleibt der Blick dort haften und man nimmt sich eine Karte.


Zumindest mir geht es so, wenn ich irgendwo stehe und warte, durchforste ich immer alle Flyer und Visitenkarten die dort rumliegen...vielleicht ist das aber auch beruftlich bedingt, denn ich anaylisiere immer gleich die Gestaltung und überlege, wie die Schriftarten heißen :-D


Das Logo

Ich habe meinen Namen selbst geschrieben und eingescannt, weil ich dem Logo durch meine Handschrift eine persönliche Note geben wollte. Personen zu fotografieren heißt ja auch, die Personen in intimen Momenten abzulichten. Sie sollen sich bei mir vor der Kamera wohl fühlen, ich möchte mehr die Freundin sein, die z.B. einen Spaziergang begleitet, als die Berufsfotografin die jetzt ein aufwendiges Shooting veranstaltet mit Blitz, Reflektor, Assistent und und und...da fühlt sich kaum noch einer wohl.

Klar war auch, dass mein Logo eine Kamera beinhalten sollte. Vielleicht ein wenig altbacken, oder langweilig würden andere sagen, aber mir war es wichtig, dass man auf den ersten Blick erkennt um was es geht.

Lange habe ich rumgetüftelt, bis ich die Kamera so gezeichnet habe, dass sie mir gefiel. Dezent, nicht zu viele Details die einen erschlagen, sondern geradlinig ohne viel Schnickschnack und schnell zu erkennen.

 

Das "Geradlinige", Dezente, wollte ich wieder ein wenig auflockern, weshalb ich das Herz an den Auslöser der Kamera gesetzt habe. Dieses steht für das Herzblut und die Leidenschaft mit der ich fotografiere und viel Liebe ins Detail stecke. Ich vermittel damit, dass hinter der Kamera am Auslöser eine Person steht mit viel Herz und Einfühlungsvermögen.

Die Kamera samt Herz nutze ich unter anderem auf meinem Briefpapier, auch auf Rechnungen zum Beispiel.

Transparent gemacht und in den Hintergrund gelegt wirkt das sehr edel.

Hier auf meiner Website seht ihr die Kamera auch unten in der Fußleiste. Auf meinen Flyern findet ihr sie auch, genau das gehört zur "corporate identity", dem kompletten Erscheinungsbild nach außen, welches einen hohen Wiedererkennungswert haben sollte.

Mein Ziel ist es, dass jemand, sobald er die Kamera sieht, direkt denkt, ach ja, das ist die Julia!

 

Die Typo


Unter der Kamera und meinem Namen,  als Fundament steht das Wort „Fotografie“ in Versalien (Groß-buchstaben).

Diese habe ich gewählt, um die leichte Unruhe durch die Handschrift wieder aufzuheben und ihr Stabilität zu geben. Den Buchstabenabstand habe ich vergrößert, so dass die Buchstaben wie feste Säulen stehen.
Darunter setzte ich kleiner das Wort „Grafikdesign“.

Ebenfalls in Versalien, gut lesbar, gerade, ohne Schnörkel. Beide in der Schriftart „Gotham“, meiner Hausschrift.

(Hausschrift= wie die "Hausfarbe", immer wiederkehrend im kompletten Erscheinungsbild, "corporate identity")

Die Typo "Gotham" (den Namen finde ich übrigens super, bin nämlich großer Batman-Fan...vielleicht habe ich die Schrift deswegen unbewusst ausgesucht?) gibt es in Ultra, Bold, Medium, Book, Light, Extra Light und ebenfalls in kursiv, so dass ich für jede Gelegenheit das passende Schriftbild habe.


Kurz:

Mein Name in meiner Handschrift und das Herz symolisieren Persönlichkeit und Sympathie.
Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit wird durch das „Fundament“ und die „Säulen“, die Schriftzüge "Fotografie" und "Gafikdesign" vermittelt.



Tipp:

Wichtig ist, dass alle Werbemittel, ob online oder nicht, identisch sind. Man sollte eine klare Linie erkennen, der sprichwörtliche rote (bei mir der pinke) Faden, der sich durchzieht.

Egal ob das Facebook-Titelbild, die Website, die Firmenkleidung, die Fahrzeugbeschriftung und sogar die Einrichtung des Studios bzw. der Büroräume oder was auch immer sollte mit einbezogen werden!


Das wirkt sehr professionell und ansprechend. Falls ihr Probleme dabei habt, lasst euch von einem Fachmann bzw. einer Fachfrau unter die Arme greifen! Denn nichts ist schlimmer als schlechte Werbung! 
Wenn z.B. der Flyer selbst zusammen-gebaut ist, Schriftarten nicht zusammen passen, die Farben nicht harmonisieren und alles eher wie eine selbstkreierte Powerpoint-Präsentation wirkt die wir alle aus der Schule kennen, geht das nach hinten los! Zwar kennt sich nicht jeder Kunde mit den Gestaltungsrichtlinien aus, aber jeder sieht unbewusst, ob etwas gut aussieht oder nicht.

Wenn etwas unprofessionell aussieht, werden die Kunden definitiv kein Vertrauen fassen und euch gar nicht erst kontaktieren. Und da ist es wirklich egal um welche Branche es geht.

Da bin ich selbst das beste Beispiel. Ich habe eine Ausstellung im Marketingbüro der Stadt Ascheberg geplant und einen Anbieter für meine Leinwanddrucke gesucht. Da waren viele Seiten, die so unübersichtlich waren und einfach billig aussahen, dass ich mir dachte, dass die bestimmt keine ordentlichen Druckergebnisse liefern, wenn die Seite schon nicht vernünftig aussieht.

Da habe ich lieber den Anbieter ausgwählt, der eine schön strukturierte, aber einfache bzw. benutzerfreundliche Seite hatte. Zwar waren die Preise etwas höher, aber das nimmt fast jeder in Kauf, der ein qualitativ hochwertiges Produkt möchte.



„Wenn die Werbemittel schon laienhaft aussehen, was kann ich dann überhaupt vom eigentlichen Produkt erwarten?“, so der Kunde.

Der erste Eindruck zählt - und für den gibt es keine zweite Chance.


Das hier waren übrigens meine ersten Ideen. Wenn ich das so sehe, bekomme ich schon wieder Lust, an dem Logo zu tüfteln :-D

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